Der Simulator wird vom Bezirksfeuerwehrverband Oberfranken mit 1.000 Euro und von der Versicherungskammer Bayern mit 2500 Euro gefördert.
Der neue LWS ermöglicht es, lange Schlauchstrecken realitätsnah zu simulieren, ohne dass hierfür mehrere Kilometer Schlauchleitung verlegt werden müssen. Stattdessen kann eine Förderstrecke bereits mit lediglich sechs B-Schläuchen nachgebildet werden. Dadurch entfällt das zeitaufwendige Auslegen, Aufrollen und erneute Bestücken der Schläuche.
Darüber hinaus lassen sich verschiedene Störungsszenarien, wie z. B. ein Schlauchplatzer, ein verstopfter Saugkorb oder das Abreißen der Wassersäule, realitätsnah simulieren und trainieren. So können die Maschinistinnen und Maschinisten gezielt auf unterschiedliche Situationen vorbereitet werden, die auch im realen Einsatz auftreten können.
Die Ausbildung wird dadurch deutlich effizienter, ressourcenschonender und praxisnäher gestaltet. Gleichzeitig können unterschiedlichste Einsatzszenarien flexibel dargestellt sowie die Bedienung von Feuerlöschkreiselpumpen und die Wasserförderung über lange Wegstrecken unter realistischen Bedingungen geübt werden.
Mit der Anschaffung setzt der Kreisfeuerwehrverband Wunsiedel ein weiteres Zeichen für eine moderne und zukunftsorientierte Feuerwehrausbildung. Der Lange-Wegstrecken-Simulator steht künftig allen Feuerwehren im Landkreis für Übungen sowie die Aus- und Fortbildung zur Verfügung und trägt dazu bei, die Einsatzbereitschaft sowie die Ausbildung der Maschinistinnen und Maschinisten nachhaltig zu verbessern.
Zur offiziellen Vorstellung war auch Matthias Tkocz, vielen bekannt durch den „Scottys Maschinisten Channel“, nach Bad Alexandersbad gekommen. Er stellte den Lange-Wegstrecken-Simulator der Landkreisführung sowie den Maschinistenausbildern vor und erläuterte dessen Funktionen, Einsatzmöglichkeiten und den praktischen Nutzen.
Auch Florian Ramsel von der Versicherungskammer Bayern ließ es sich nicht nehmen, bei der Übergabe des LWS persönlich dabei zu sein. Als zusätzliches Geschenk überreichte er einen Schwimmsaugkorb für die Maschinistenausbildung.
KBR Christian Leppert dankte dem Bezirksfeuerwehrverband Oberfranken sowie der Versicherungskammer Bayern ausdrücklich für die finanzielle und materielle Unterstützung. Sein besonderer Dank galt außerdem Maschinistenausbilder, Kdt. Jörg Kastner, der das Projekt von Beginn an begleitet und maßgeblich bei der Umsetzung und Einführung des Lange-Wegstrecken-Simulators mitgewirkt hat.

